Uganda 2008

Die Perle Afrikas

Auch die Reise nach Uganda hier in Form eines Reisetagebuchs:

So., 10.02.2008

Zug nach Frankfurt, Abflug mit Emirates um 20.15 Uhr nach Dubai. Sehr gutes Flugzeugessen und Programm (TV, Spiele). In Dubai 2 Std. Aufenthalt am Flughafen. Zeitverschiebung nach D sind 3 Stunden, also mitten in der Nacht.

Weiterflug mit Emirates von Dubai über Addis Ababa nach Entebbe (Uganda)

Mo., 11.02.2008

Ankunft gegen 14 Uhr am Flughafen von Entebbe. Abholung durch Reiseagentur vor Ort und Transfer ins St. Bruno Zelt Camp in Kampala. Das Camp ist sehr einfach, im Zelt gibt es nur kaltes Wasser. Das Essen war gut. Nachts hat es etwas geregnet.

Di., 12.02.2008

Einfaches Frühstück, dann lange Fahrt zum Bwindi National Park. Unterwegs haben wir in Mbarara Mittag gegessen. Unterwegs hatten wir einen kurzen Regenschauer. Um 18.30 Uhr sind wir im Kitandara-Zeltcamp angekommen. Ein sehr schönes Camp. Große Zelte mit WC und Dusche, netter Empfang. Tagsüber war es sehr schwül und so um die 24 Grad warm.

Mi., 13.03.2008

Heute war es so weit. Um 7.15 Uhr gab es Frühstück, um 7.45 Uhr sind wir die paar Meter zum Eingang des Bwindi NP gelaufen. Wir wurden der Gorilla Gruppe „Mubare“ zugeteilt, die kleinste Gruppe mit ca. 8 Tieren. Nach einer kurzen Einweisung ging es mit einem Guide, 1 bewaffneten Ranger und mehreren Trägern los in den Urwald. Wir sind ca. 1 Std. gelaufen, es lagen viele Steine und Wurzeln auf den schmalen Pfaden.

Nach 1 Std. machten wir kurz eine Pause. Die Fährtensucher, die per Funk mit unserem Guide verbunden waren, meinten, wir sollen dort noch etwas warten, bis sie die Gorillas geortet haben. Nach 1 Std. ging es dann endlich weiter, den Weg wieder zurück, aber dann abseits der Wege direkt durch den Urwald. Und endlich sahen wir sie.

Es ist ein tolles Erlebnis, wenn man diese gewaltigen Tiere plötzlich direkt vor sich hat ! Wir waren immer ca. 5 m entfernt. Der Silberrücken (Silverback) war sehr faul – er lag die ganze Zeit nur am Boden und hat geschlafen, ab und zu gebrummt. Schade – er hätte sich wenigstens einmal aufsetzen können. Dafür hatten wir einen halbstarken, der auf uns zusprang, sich auf die Brust trommelte und in den Bäumen herum kletterte. Und wir hatten ein Weibchen mit einem Baby. Die Mutter kam immer mit dem Baby auf uns zu, als ob sie es uns zeigen wollte. Es war ein wunderschönes Erlebnis, welches sich nicht in Worte fassen lässt.

Nachmittags waren wir mutig und haben uns noch für den 3 stündigen Waterfall Trail Walk entschlossen. Das war vielleicht doch etwas viel Lauferei und Kletterei für einen Tag. Wir waren danach absolut am Ende….. Die Natur ist auf jeden Fall sehr beeindruckend

Wieder im Camp, ging es erst mal unter die Dusche und nach dem Abendessen direkt ins Bett.

Do., 14.02.2008

Abfahrt um 8 Uhr Richtung Queen Elizabeth National Park. Dort war es noch ein paar Grad wärmer. Die Strassen waren sehr schlecht, Schotterpiste ist noch übertrieben. Riesen Löcher ohne Ende. Wer abends keine Kopfschmerzen hat, ist echt zu beneiden.

Da wir den Nature Walk ja noch am vorigen Tag gemacht haben, konnten wir am morgen nach Ishasha fahren, einem Teil des QENP, in dem die berühmten Baumlöwen (Tree climbing Lions) zu finden sind. Zuerst haben wir nur einen im Baum liegen sehen. Später dann 2 Jungtiere. Leider konnten wir dort nicht so nah ran, weil die Mutter unten im hohen Gras lag und der Ranger es für zu gefährlich hielt.

Ebenso konnten wir live eine Geburt von einer Springbock-Art erleben. Auch hier hielten wir einen großen Abstand, damit sich das Tier nicht zu beobachtet vorkam. Ein tolles Erlebnis. Die Mutter hat das Tier dann trocken geleckt und man konnte schon sehen, wie es versuchte, das Köpfchen zu heben. Am Ishasha-River haben wir dann unseren Lunch gegessen.

Danach ging die Fahrt weiter in den Norden des QENP und in die Mweya Safari Lodge. Eine tolle Unterkunft, man hat eine wunderschöne Aussicht auf den Kazinga-Kanal. Das Essen war sehr gut und jede Dame hat zum Valentinstag eine Rose bekommen. Nach dem Abendessen ging es dann an die Bar für einen kurzen Absacker.

Fr., 15.02.2008

Um 6 Uhr aufgestanden, es gab kurz einen Tee / Kaffee und einen Muffin, dann ging es zum Morning Game Drive. Das war wie in Botswana, wir hätten es uns sparen können, da wir kaum Tiere gesehen haben.

Um 10 Uhr waren wir wieder zurück in der Lodge und haben erst mal gemütlich auf der Terasse gefrühstückt. Danach haben wir uns ausgeruht und einem verrückten Warzenschwein-Baby zugeschaut.

Um 15 Uhr war dann die Abfahrt für die Boots-Tour. Leider war es ein sehr großes Boot für ca. 40 Passagiere. Das Boot hielt immer nur kurz an und auch der Motor wurde nie abgestellt, so dass man immer Vibrationen hatte. Das fand ich sehr schade. Leider haben wir nicht so viele Tiere gesehen, man kann es mit der Bootstour in Botswana nicht vergleichen. 2-3 Elefanten im Busch, viele Nilpferde und Büffel.

Morgens war es bewölkt, nachmittags kam die Sonne. Es war sehr schwül. Abends gab es wieder leckeres Essen. Im QENP gab es extrem viele Moskitos, wir wurden total zerstocken (trotz Mückenspray).

Sa., 16.02.2008

Um 7 Uhr ging die Fahrt zum Schimpansen Tracking in der Kyambura Gorge, der 16 km lang und 400 m breit ist. Es ging einen schmalen Pfad hinunter in die Schlucht und dann querfeldein. Da es sehr schwül war, war der Walk sehr anstrengend. Und tatsächlich haben wir ein paar Schimpansen gesehen, die in den Bäumen umher gesprungen sind – die können vielleicht laut sein !

Danach gab es ein kurzes Frühstück und dann ging die Fahrt wieder zurück nach Kampala. In Mbarare und Masaka haben wir kurze Pausen gemacht. Bei Kasese haben wir ebenfalls kurz angehalten, um am Äquator ein paar Bilder zu machen.

Unterwegs haben wir Land und Leute gesehen. Die meisten Fragen tragen Lasten auf dem Kopf, die meisten Kinder sind barfuss unterwegs. Samstags scheint Waschtag zu sein, da man überall Kleidung zum trocknen gesehen hat – auf Wäscheleinen, auf Sträuchern und ausgebreitet im Gras. Meistens sah man Lehmhütten mit Wellblechdach oder Strohhütten. Die Metzgereien waren Holzverschläge, in denen die Kadaver einfach aufgehängt waren. Überall laufen Ziegen, Hühner und Kühe rum. Hunde haben wir nur ganz wenige gesehen, Katzen überhaupt keine. In den Städten hatten die Leute dann meist bessere Kleidung an. Überall liegt Müll rum, in den Städten extremer Staub und Abgase. Kampala ist riesengroß, ein totales Verkehrschaos.

Wir fuhren ca. 1 Std. quer durch die Stadt. Ich hatte das Gefühl, wir sind alle 7 Hügel hoch und runter gefahren, bis wir wieder im St. Bruno Camp angekommen sind. Das Abendessen war ok. Und leider wieder nur kaltes Wasser zum duschen…

Um 3 Uhr war die Nacht vorbei, da irgendwoher extrem laute Musik kam. Ich hab gedacht, da hat jemand eine Anlage direkt neben dem Zelt aufgebaut….

So., 17.02.2008

Um 7.30 Uhr war nicht mehr an Schlaf zu denken, da der Gottesdienst auf dem Gelände des Camps begonnen hatte. Dieser ging über 3 Stunden. Auf der Wiese hatten die Kinder wohl einen eigenen Gottesdienst, haben viel gesungen. Alle hatten die besten Kleider an, zum Teil auch die Schulkleidung. Wir saßen vor dem Zelt und haben gefrühstückt, während die Kinder ständig geschaut haben. Wegen dem Essen oder weil wir weiß sind ?

Um 12.30 Uhr wurden wir von Ismael abgeholt und wir fuhren von Kampala aus nach Entebbe zum Flughafen. Um 16.20 Uhr ging der Flieger über Addis Ababa nach Dubai, wo wir leider 7 Std. Aufenthalt hatten.

Mo., 18.02.2008

Morgens ging dann endlich mit einer Std. Verspätung der Flieger nach Frankfurt. Von dort dann der Zug nach Stuttgart und am späten Nachmittag waren wir dann endlich wieder zu Hause.

Uganda ist auf jeden Fall eine Reise wert. Es war kurz, anstrengend aber wunderschön. Es ist ein sehr schönes Land mit freundlichen Leuten, alles ist grün. Ich kann nur hoffen, dass sich dieses tolle Land irgendwann wieder vollständig von den früheren Vorkommnissen erholt. Uganda ist total anders, als das südliche Afrika, welches wir bisher bereist haben. Der afrikanische Kontinent ist einfach wunderschön und überall sieht es anders aus, es gibt noch immer viel zu entdecken !

Hier die grobe Route:

2008_ug

Bitte auf ein Bild klicken, dann öffnet sich die Galerie:

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