Andalusien 2009

Im Oktober 2009 war ich im Rahmen eines Fotoworkshops in Andalusien, in der Gegend von Almeria.

***Sehenswürdigkeiten***

Sehenswürdigkeiten gibt es sicherlich viele in Andalusien, es hängt davon ab, wo man ist und wie viel Zeit einem zur Verfügung steht. Wir waren in der Region von Almeria. Von dort sind es ca. 250 km nach Granada zur Alhambra.

Die Alhambra war trotz Nebensaision absolut überfüllt. Zig mal wurden Eintrittskarten kontrolliert, das hat irgendwann ziemlich genervt. Zuerst haben wir uns Alcazaba angeschaut. Das ist eine Festung aus de 13. Jahrhundert. Viele der Türme sind erhalten geblieben und man kann auch hochsteigen und die Aussicht genießen. In die Nasridenpaläste durfte man nur genau zu der Uhrzeit rein, die auf dem Ticket stand, aber es waren viel zu viele Touristen. Man wurde richtig durchgeschoben. Meinen Fotorucksack durfte ich, aus welchen Gründen auch immer, nicht auf dem Rücken tragen, ich musste ihn nach vorne rum tragen. Aber obwohl überall Schilder waren, dass man nicht blitzen darf, wurden diese Touris natürlich nicht angesprochen. Die ganzen Verzierungen und Stuckarbeiten sind schon toll. Wenn man sich vorstellt, wie alt das ist und wie es früher hergestellt wurde. Der bekannte Löwenbrunnen wurde leider gerade restauriert. Die Generalife waren für mich enttäuschend, fast nur Rosen. Ich hätte mir da mehr an Blumenpracht vorgestellt – vielleicht war es aber einfach nur die falsche Jahreszeit. Es sind Gärten mit vielen Brunnen, Teichen, Terrassen und Blumenbeeten.

Frigilliana nennt sich das schönste Dorf Andalusiens, scheinbar hat es diese Auszeichnung schon mehrfach erhalten. Es ist auch wirklich schön mit den ganzen weißen Häusern und blumengeschmückte Gassen und wirklich sehr sauber. Aber so richtig vom Hocker gehauen hat es mich nicht. Es ist ca. 70 km von Granada entfernt. Zuerst fährt man auf der Autobahn, dann die N340 Richtung Nerja, wo man von der Autobahn runterfährt. Es liegt im östlichen Teil der Axarquia in 435m Höhe und hat ca. 2300 Einwohner.

Sehr schön war das Dorf Mojácar, ebenfalls ein weißes Bergdorf. Es hat viele kleine Gassen und Restaurants. Es ist in der Hauptsaison ein beliebtes Ferienziel und überlaufen. In der Nebensaison war es dort sehr leer und viel der Restaurants hatten geschlossen. Unten ist der Strand, das eigentliche Dorf liegt 2 km höher. Von weitem sieht das Dorf aus, wie wenn sich lauter kleine weiße Würfel in den Berg drücken.

Garrucha ist ein kleines Städtchen mit einem Hafen. Dort wird noch immer viel gefischt. So sieht man überall Fischer die auf dem Boden sitzen und ihre Netze flicken oder ihre Boote reparieren. Dementsprechend gibt es natürlich viele Fischrestaurants. Ebenso gibt es dort einen großen Markt, der über 2 übereinander liegende Straßen verteilt ist.

Cabo de Gata ist eine Halbinsel und ein Naturschutzgebiet. Dort gibt es einsame Strände, eine schöne Pflanzenwelt, zerklüftete Klippen und Buchten. Sehr windig war es dort auf jeden Fall.

Mehr habe ich in der Woche nicht gesehen, aber ich hab ja auch einen Foto-Workshop gemacht.

***Essen & Trinken***

Konnte uns nicht wirklich begeistern. In den Restaurants gab es meist nur Touri-Essen, keine richtigen spanischen Gerichte. Paella haben wir nur einmal versucht, war geschmacklos und total verkocht. Meistens bekommt man nur belegte Brötchen oder Wurst- und Käseaufschnitt. Aber Tapas wie man sie hier beim Spanier kennt mit lauter kleinen Köstlichkeiten, haben wir hier nicht gefunden…. Das Essen ist in meinen Augen generell sehr teuer, außer man ist in kleinen Orten, da werden dann auch nicht die Touri-Preise verlangt. Im Gegensatz zum teueren Essen sind die Getränke jedoch sehr günstig. Für ein Glas Wein habe z.B. nur 1,60 Euro bezahlt.

In Granada selbst waren wir in einem Restaurant essen, das in einem Reiseführer empfohlen wurde. Es heisst „La Gran Taberna“ und liegt direkt im Zentrum in der Plaza Nueva 12. Es ist richtig gemütlich, man sitzt an großen Fässern, der Schinken hängt von der Decke. Das Restaurant ist wohl auch bei den Einheimischen beliebt – es war sehr voll und laut. Günstig ist es auch gewesen, aber wir waren doch vom Essen etwas enttäuscht. Wir bestellten eine gemischte Tapas-Platte. Es kamen dann verschiedene Wurst- und Schinkenbrote, Käse mit Olivenöl beträufelt,….. Aber die Tapas die ich von den Spaniern kenne leider nicht – aber vielleicht habe ich auch nur falsche Erwartungen….

***Landschaft***

Die Landschaft um Almeria ist sehr hügelig, es gibt viele kleine Bergdörfer oder Hafenstädtchen. Fast in allen Orten gibt es Märkte, die man besuchen kann. Viele Höhlenwohnungen kann man auch sehen. Toll, was manche da für Häuser draus gemacht haben. Aber auch in die alten Ruinen zu gehen ist sehr aufregend. Ansonsten gibt es noch viele ausgetrocknete Flussbette. Und natürlich stehen überall Agaven und Kakteen.

Die Straßen sind meistens gut ausgebaut, bis auf die bei den kleinen Dörfern. Das sind meistens nur Sand- und Schotterpisten.

Tankstellen gibt es nicht so viele, man sollte also immer darauf achten, dass der Tank voll ist.

Und wie in vielen südlichen Ländern ist leider auch hier der Müll ein großes Thema. Überall findet man Müllsäcke und Abfall, der einfach in der Natur entsorgt wird.

Katzen und Hunde streunern auch sehr viele rum – am liebsten würd ich die alle einpacken….

***Meine Meinung***

Auch wenn viele zu uns gesagt haben, dass Andalusien wunderschön sei – unser Fall war es nicht wirklich. An was genau es liegt, kann ich gar nicht beschreiben, aber es ist eben Geschmackssache. Vielleicht waren wir auch einfach nur an den falschen Orten.

Das Oktober schon Nebensaison ist, verstehe ich auch nicht ganz. Denn wir hatten trotzdem täglich um die 26 Grad. Aber man hat eben Probleme, Ende Oktober noch Hotels oder Restaurants zu finden, da viele schon geschlossen haben.

Auch hat man es sehr schwer, wenn man kein Spanisch spricht. Englisch sprechen die wenigsten. Auch die Speisekarten sind nicht immer in Englisch übersetzt und so weiß man oft nicht, was man bestellt.

Bestellt man einen Hamburger, der doch eigentlich auf der ganzen Welt gleich ist, bekommt man einen Teller mit einer handvoll Pommes und 2 Stückchen Frikadellen. Das wars. Und dafür verlangt man noch 6 Euro. Da war ich schon baff. In den meisten Restaurants gab es das Touristen-Einheitsessen – ich vermisse die typischen spanischen Gerichte.

***Fazit***

Vielleicht muss ich nochmal nach Andalusien und mir alles noch mal anschauen. Eventuell auch mit dem Motorrad. Ich hoffe, dass es mir bei einem zweiten Besuch besser gefallen wird.

Unser Hotel war das Playa Terreros in Almeria. Es ist ein 2-Sterne Hotel, da kann man natürlich nicht so viel erwarten. Für die paar Tage war es ok, aber als richtiges Urlaubs-Hotel wäre es nichts für mich. Da ich aber den ganzen Tag zum Fotografieren unterwegs war, war es auszuhalten.

 Hier ein paar Bilder:

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