Südafrika 2015

Die zweite Reise nach Südafrika war im September / Oktober 2015. Diesesmal ging es aber in die Ecke Krüger NP.  Auch diese Reise gibt es wieder in Form eines Reisetagebuch.

22.09. Flug LH 572 um 22:05 Uhr von Frankfurt nach Johannesburg mit Lufthansa.

23.09. Ankunft in Johannesburg um 08:40 Uhr. Bis wir unser Gepäck hatten, dauerte es ca. 50 min. Danach ging es zu Avis und wir nahmen unseren Toyota Corolla in Empfang. Gegen 11 Uhr waren wir unterwegs und fuhren nach Sabie. Bei Emgwenga haben wir uns den Boven-Wasserfall angeschaut. Ein leerer Parkplatz und ein Menschen. Wir wurden dann durch einen stockfinsteren Tunnel geführt, da war uns schon etwas mulmig zumute. Aber am Ende war dann der Wasserfall.

Unterkunft war die Villa Ticino in Sabie (für 2 Nächte), kann man echt empfehlen. Die Eigentümer sind sehr nett und man bekommt viele Tipps. Essen waren wir nebenan im The Wild Fig Tree. Das Essen war sehr gut. Mein Freund hatte ein Kudu- Steak und ich Bobotie mit Gemüse. Dazu Merlot und zum Nachtisch einen Pancake. Alles Zusammen hat uns ca. 500 Rand gekostet (das sind keine 35 Euro).

Tagsüber hatten wir 27 Grad, abends gab es ein Gewitter. Wir sind ca. 357 km gefahren.

24.09. Nach dem Frühstück sind wir zu den Sabie Falls gefahren. War ganz nett, aber aber nichts Besonderes. Weiter dann auf der Panorama Route zu Gods Window. Leider war es sehr diesig, die Aussicht war nicht so toll, auch am Wonder View. Danach fuhren wir zu Bourkes Luck Potholes. Für zwei Personen und das Auto haben wir 80 Rand bezahlt (ca. 5 Euro). Dort war es super schön, aber auch sehr voll – es war ein Feiertag in Südafrika. Weiter ging es zu den Three Rondavells. Auch hier hat es uns super gefallen – trotz der vielen Menschen. Der Eintritt kostete hier 10 Rand. Statt zu Moholoho sind wir zu HESC nach Hoedsproit gefahren. Der Grund war einfach die Zeit. Der Eintritt betrug 280 Rand für 2 Personen (ca. 18 Euro). Die Führung um 14 Uhr begann mit einem kurzen Video, dann folgte eine Rundfahrt im offenen Safariwagen durch den Park, welche ca. 1,5 Std. dauerte. Es war ok, aber da habe ich schon schönere Anlagen gesehen. Essen waren wir in Sabie im The Elefant, schräg gegenüber unserer Unterkunft. Wir hatten Strauß und Springbock, Merlot, Savanna und einen Nachtisch – alles super lecker. Bezahlt haben wir 500 Rand mit Trinkgeld.

Heute hatten wir über 30 Grad und wir sind ca. 322 km gefahren.

25.09. Um ca. 8.15 Uhr sind wir in Sabie los gefahren Richtung Krüger Park. Inzwischen ist das Phabeni Gate offen – also konnten wir bereits nach knapp 55 km in den Park fahren. Dann noch im Office registrieren und fertig. Wir hatten eine Reservierung, was auch gut war, da durch den Feiertag sehr viel los war. Das war auch der Grund, dass wir im Park leider keine Unterkunft mehr bekamen (wir hatten sehr kurzfristig gebucht). Im Park fuhren wir über PretoriuskopAfsaalBerg en dal zur Crocodile Bridge. Gesehen haben wir viele Elefanten und Giraffen, Büffel, Nashörner, Zebras, Impalas, Warzenschweine, Nilpferde, Kudus und zwei schlafende Löwen. Um ca. 17:50 Uhr waren wir in unserer Unterkunft Trees Too in Komatiepoort. Die war ok, aber leider war es sehr laut.

Heute hatten wir 34 Grad und sind ca. 232 km gefahren. Abends kam noch ein Gewitter.

26.09. Aufgestanden sind wir um 5:20 Uhr und um 5:40 Uhr sind wir die 10 km zum Krüger NP gefahren. Es war Sonntag, zuvor war ein Feiertag – und es war die Hölle los. Es standen bestimmt schon 50 Autos vor dem Gate. Da wir eine Reservierung hatten, sind wir einfach nach vorne gefahren. Wir waren die ersten bei der Anmeldung und die ersten im Park – um 06:08 Uhr. Heute nahmen wir die Route vom Crocodile Bridge Gate – S28 nach Lower Sabie – H10 mit Abstecher hoch zum Orpen Dam – nach Skukuza – über die H4 nach Lower Sabie – Crocodile Bridge. Auch heute haben wir viele Giraffen und Elefanten gesehen, Warzenschweine, Impalas, Zebras, Gnus – aber leider keine Raubkatzen. In der Unterkunft war heute Grillabend.

Wir hatten heute 33 Grad und sind 302 km gefahren.

27.09. Um 9:20 Uhr sind wir los Richtung Hlane Park. Der Eintritt betrug 80 Rand, das sind ca. 5 Euro. Nicht wirklich viel – aber der Park war schrecklich. Die Straßen waren nicht wirklich für unseren Toyota geeignet, außer ein paar Antilopen und einer Giraffe haben wir nichts gesehen in über 2 Std. Ins Löwengebiet durften wir generell nicht mit unserem Auto. Nur bei Game Drives – und die waren schon ausgebucht. Wir sind dann am Wasserloch noch was Essen gegangen, da ist ein Restaurant. Das Essen machte satt, ist aber nicht empfehlenswert. Und weder der Lageplan noch die Straßenschilder waren verständlich. Den Park hätten wir uns definitiv sparen können. Weiter ging es zum Treffpunkt für das Mkhaya Reservat. Vom Treffpunkt bis zum Parkplatz waren es ca. 4 km – grenzwertig für einen normalen PKW. Dann gabs etwas zu trinken, unsere Autos blieben stehen und wir stiegen in einen Safari-Wagen um. Es folge der Game Drive zum Camp. Wir sahen ein Nashorn mit Baby, Giraffen, Warzenschweine, Antilopen, Nilpferde, einen Leguan, ein Krokodil und viele Vögel. Um 06:20 Uhr waren wir dann im Steincamp. Ein schönes Camp und mal was komplett anderes. Das Abendessen am Lagerfeuer war schön, die Tanzeinlage für die Touris hätte aber nicht sein müssen.

Heute hatten wir 33 Grad und sind ca. 220 km gefahren.

28.09. Am nächsten Tag ging es um 6 Uhr zum zweiten Game Drive. Wir sahen Giraffen, Antilopen, Warzenschweine, Leguane und Vögel – nicht so berauschend, ich hatte mir mehr erhofft. Gegen 8 Uhr waren wir wieder im Camp, wo es Frühstück gab. Inklusive der Showeinlage einer Meerkatze, die ebenfalls hungrig war. Gegen 9 Uhr ging es zurück zu unserem Auto. Statt Swasiland wären wir besser einen Tag länger im Krüger geblieben, aber das weiß man halt vorher nicht. Es ging über die Grenze zurück nach Südafrika. Zwischenhalt im Mkhuze Game Reserve. Wir mussten 141 Rand Eintritt bezahlen, was knappe 10 Euro sind. Auch dieser Park hat sich in unseren Augen überhaupt nicht gelohnt, wir haben nur Giraffen, Warzenschweine und Antilopen gesehen. Und die Anfahrt war wieder sehr grenzwertig für unseren Toyota.

Weiter ging es jetzt zum Hluhluwe Park in das Hilltop Camp, wo wir kurz vor 18 Uhr ankamen. Tolle Landschaft und direkt eine riesengroße Herde Büffel gesehen. Und ein Nashorn direkt neben dem Auto. Das Chalet hat uns auch gut gefallen.

Heute hatten wir 38 Grad und sind 313 km gefahren.

29.09. Da wir nicht mehr schlafen konnten, sind wir um 6 Uhr aufgestanden und sind eine kleine Runde gefahren, bevor wir gefrühstückt haben. Auch nach dem Frühstück haben wir sehr wenig Tiere gesehen. Um 14 Uhr haben wir abgebrochen und sind auf die Terrasse, wo wir was getrunken haben. Die Aussicht von dort ist echt toll. Abends haben wir einen Game Drive mitgemacht, der sich gelohnt hat – wir sahen fünf Löwen auf der Büffeljagd. Ein tolles Schauspiel! Die Straßen im Park sind sehr schlecht, überall Schlaglöcher – oder Baustelle…

Heute sind wir 146 km gefahren und hatten 31 Grad.

30.09. Nach dem Frühstück sind wir los zum iSimangaliso Wetland Park. Wir sind die erste Einfahrt am Nhlozi Gate rein. Bezahlt haben wir 141 Rand mit einer Karte. Die Landschaft ist toll – aber auch hier haben wir sehr wenig Tiere gesehen. Irgendwann waren wir aus dem Park raus – und musste durch ein neues Gate rein (das war glaub das Dukuduku Gate und nochmal141 Rand Eintritt bezahlen – sehr seltsam… Wir sind hochgefahren bis zum Cape Vidal und wieder zurück. Danach fuhren wir zu unseren nächsten Unterkunft, The Saffron House in Salt Rock. Das war leider überhaupt nicht unseres. So was unfreundliches und unsympathisches haben wir selten erlebt. Essen waren wir in Ballito im Eat Local Grill – wirklich empfehlenswert, es war super lecker!

Heute hatten wir zuerst 34 Grad, an der Küste dann nur noch 25. Abends hat es dann noch gewittert. Gefahren sind wir ca. 287 km.

01.10. Nach dem Frühstück sind wir erst etwas an der Küste entlang gefahren (das Meer war sehr stürmisch) und dann weiter nach Durban.Ich wollte unbedingt zum Moses Mabhida Stadion. Zuerst sind wir mit dem Skycar auf die Plattform hochgefahren. Das dauert zwei Minuten und man ist auf 106 Metern Höhe. Die Aussicht war schön, aber irgendwie war es langweilig. Also haben wir uns zum Big Rush (Swing) angemeldet. Nach einem kurzen Briefing ging es los. Zuerst sind wir auf der anderen Seite viele, viele Treppen hochgelaufen (da kommt man auch zur Plattform). Bei 88 Metern ging es aber über eine steile Treppe auf einen Vorsprung. Mein Freund hat den Swing gemacht – ich nicht, ich hab leichte Panik geschoben. Ging nicht. Mir haben die Treppen und die Höhe gereicht, mehr Adrenalin brauchte ich nicht. Es war mir einfach zu hoch. Geld zurück gab es nicht, da hab ich halt einfach Pech gehabt. Pro Person hat es 600 Rand, also knappe 40 Euro gekostet. Danach gings zurück zur Unterkunft und abends waren wir wieder im Eat Local Grill essen, weil es uns am Vorabend so gut gefallen hat.

Heute hatten wir nur 20 Grad und Nieselregen, es war windig und abends gab es nochmal ein Gewitter. Gefahren sind wir ca. 130 km.

02.10. Nach dem Frühstück sind wir Richtung Drakensberge gefahren. Unterwegs haben wir uns noch die Howick Falls angeschaut, war aber nichts spektakuläres. Eingekauft haben wir in Bergville – Wahnsinn! Zum einen waren wir die einzigen Weißen dort. Und da es frisch Geld gab, war die Hölle los. Sowohl im Spar wie auch davor. Denn es stand eine riesen Menschenschlange am Geldautomaten. Und das an jedem! Die Landschaft der Drakensberge ist wirklich beeindruckend. Das muss man gesehen haben, beschreiben kann man es nicht. Untergebracht waren wir im Thendele Camp. Dort hat es uns sehr gut gefallen. Wir haben auch eine kleine Wanderung gemacht, den Devils Hoek. Wir waren gute 2 Std. für 7 km unterwegs. Danach saßen wir auf der Terrasse und haben die tolle Aussicht genossen.

Heute hatten wir 24 Grad und sind ca. 333 km gefahren.

03.10. Unser letzter Tag. Wir sind gegen 8:30 Uhr aufgestanden und haben in aller Ruhe gefrühstückt. Nachdem wir alles aufgeräumt hatten, machten wir unsere erste Wanderung. Und zwar zu den Tiger Falls, die leider kaum Wasser hatten. Es kamen nur wenige Tropfen. Wir sind 6 km in ca. zwei Stunden gelaufen. Die Landschaft ist einfach der Hammer. Als wir zurück kamen, haben wir erstmal ein Savanna auf der Terrasse gemacht und gelesen. Nachmittags haben wir nochmal eine Wanderung gemacht. Wir sind mit dem Auto zur unteren Rezeption gefahren und haben dort geparkt. Dort unten ging es dann erst auf den Fairy Glen und dann Richtung Sunday Falls. Wurde uns aber irgendwann zu viel und wir sind zurück. Waren trotzdem 6 km in knapp 2 Stunden. Danach gabs wieder ein Savannah und dann Abendessen.

Heute hatten wir 28 Grad und wir sind ca. 11 km gefahren. Hab mir beim Wandern direkt nen Sonnenbrand geholt – am letzten Tag.

04.10. Wir sind gegen 7:30 Uhr aufgestanden und haben gemütlich gefrühstückt. Noch kurz unter die Dusche und dann ausgecheckt. Um 08:45 Uhr sind wir losgefahren. Wir waren viel zu früh am Flughafen, nämlich schon gegen 13 Uhr. Also in Ruhe das Auto abgegeben, essen gewesen, Gepäck aufgegeben und dann durch die Kontrolle. Da war nix los. Dann noch rumschlawenzelt, mit dem Handy gezockt und dann war es soweit.

Heute hatten wir 30 Grad und wir sind ca. 348 km gefahren.

Flug von Johannesburg nach Frankfurt mit Lufthansa. Flug LH 573 von 19:15 Uhr bis 05:55 Uhr

Fazit:

Es hat uns sehr gut gefallen und wir sind uns einig, dass wir unbedingt bald wieder ins südliche Afrika müssen. Im Nachhinein hätten wir einiges umgeplant, wenn wir es vorher gewusst hätten 🙂 So wären wir gerne einen Tag länger im Krüger Park geblieben, Swasiland hätte nicht unbedingt sein müssen. Auf Salt Rock hätten wir komplett verzichtet. Stattdessen lieber eine Nacht länger in Hluhluwe und dann eine Nacht in St. Lucia. Deprimierend fand ich den vielen, vielen Müll am Straßenrand. Es hat lange nicht geregnet, weshalb viele Tiere verhungern. Im Hluhluwe waren Wilderer unterwegs. An einem Picknickplatz lag ein Nashorn. Ihm wurde in den Kopf geschossen und das Horn entfernt. Das macht mich so schrecklich wütend und traurig 😦 Immer wieder war ich fasziniert von den großen Rinderherden, die frei umherlaufen und nicht eingesperrt sind. Die haben wirklich viel Platz.

Am besten gefallen hat uns der Krüger, Hluhluwe und die Drakensberge. Mkhaya war mal was anderes. Die kleinen Parks jedoch hätten wir uns sparen können. Es war eine tolle Zeit und wie haben viel gesehen. Diesesmal habe ich fast so viele Landschaftsaufnahmen wie Tieraufnahmen. Die Erinnerungen jedoch kann einem keiner nehmen!

Insgesamt sind wir ca. 3105 km gefahren. Und auch diese Reise habe ich mal wieder über Umfulana gebucht.

Hier grob unsere Route:

2015_sa

Bitte auf ein Bild klicken, dann öffnet sich die Galerie.

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