Kroatien 2016

Ende September 2016 ging es nach Kroatien. Wir wollten wo hin, wo das Wetter noch passt und neben dem Motorradfahren noch etwas von Kroatien anschauen.

Kurzfassung:

17.09. Anreise und Ankunft in Kroatien auf der Insel Krk, Nijivice

18.09. Motorradtour

19.09. Tour mit dem Auto, da es den ganzen Tag geregnet hat

20.09. Motorradtour

21.09. Motorradtour

22.09. Fahrt nach Posedarje, Abends Besuch Zadar

23.09. Besuch von Split, danach kurz nach Sv. Filip Jakov

24.09. Krka-Nationalpark, Abends Biograd

25.09. Plitvicer Seen

26.09. Fahrt nach Opatja

27.09. Abreise

Unser erstes Hotel war das Hotel Jadran in Njivice auf Krk. Dort sind wir aber einen Tag früher als geplant abgereist. Dann ging es weiter nach Posedarje ins Hotel Lucija, welches uns sehr gut gefallen hat. Eine weitere Nacht folgte im Hotel Bellevue bei den Plitvicer Seen, wo wir auch von zwei auf eine Nacht verkürzt haben. Und die letzte Übernachtung war im Designhotel Navis in Opatja, welches echt super schön war!

Da ich nicht stundenlang auf dem Motorrad sitzen möchte, sind wir meistens kurze Touren gefahren. Für mich war das passend. Hier die Touren (natürlich nicht vollständig, nur ungefähr):

Motorradtouren

18.09. Diese Tour ging über 221,5 km.

Wir sind auf Krk in Njivice gestartet. Es ging grob über Fuzine – Mrkopalj – Delnice – Jasenak – Breze – Bater – Birbir – Njivice

Die Strecke war ok, aber teilweise in nicht in so gutem Zustand. Bei gutem Wetter ist die Strecke sicherlich reizvoll. Wir hatten ca. 17 Grad und die letzten 70 km fuhren wir in teilweise sehr heftigem Regen. Bei Bater hielten wir an einer kleinen Kneipe zum aufwärmen und tranken jeder erstmal 2 Kaffee. Dafür zahlten wir 33 Kunar, das sind keine 5 Euro. Die Strecke ging viel durch den Wald, war sehr einsam mit wenig Verkehr – aber auch sehr unangenehm bei Regen.

20.09. Diese Tour ging über 278,6 km.

Leider war es heute sehr bewölkt. Es ging über die Küstenstraße, auf der es stellenweise sehr windig war (teilweise schon grenzwertig zum Motorrad fahren). Wir sind in Njivice gestartet und fuhren über Dramalj – Klenovica und Senj bis kurz vor Modrus. Weil es wieder anfing zu regnen, haben wir die Tour nach ca. 100 km abgebrochen und fuhren zurück auf die Insel Krk. Hier war es trocken und so sind wir über Vrbnik nach Baska gefahren und haben dort was getrunken. Dann wurde es wieder dunkel und mit den ersten Regentropfen sind wir wieder im Hotel angekommen. Heute hatten wir 19-21 Grad.

21.09. Diese Tour ging über 304,2 km

Nach dem Start in Njivice ging es über Rijeka durch den Ucka-Tunnel (5 km lang) nach Pula, wo wir uns das Amphittheater angeschaut und einen Kaffee getrunken haben. Der Rückweg führte über Rovinji und Pazin (Burg und Schlucht) zurück nach Njivice. Es war wieder extrem windig und grenzwertig für eine Fahrt auf dem Motorrad. Ich hab öfter mal überlegt, einfach umzudrehen. Heute waren es 16-21 Grad.

Seltsam fanden wir die Brückenmaut auf die Insel Krk. Mit dem Auto bezahlten wir 45 Kunar, mit dem Motorrad mal 21 und mal 35 Kunar.

Mein Urlaubsmotto auf Krk:  Es wäre schön, wenn es schöner wär 🙂

Insgesamt bin ich in Kroatien 804,3 km Motorrad gefahren.

Ausflüge

Am 19.09. hat es den ganzen Tag geregnet, weshalb wir eine geplante Motorradtour mit dem Auto gefahren sind. Wir hatten auch wieder nur um die 17 Grad. Gestartet sind wir wieder auf Krk in Njivice, dann ging es über Vrbnik und Baska zur Fährstation Valbiska, um mit der Fähre nach Cres überzusetzen. Wir hatten Glück, die Fähre ging sofort und die Überfahrt kostete 151 Kunar. Nach der Ankunft in Merag ging es über Osor – Mali Losinj und Veli Losinj nach Porozina, von wo aus es mit der Fähre nach Zogorie ging. Diesesmal hatten wir kein Glück und mussten 1,5 Std. auf die nächste Fähre warten. Dann ging es über Rijeka zurück nach Njivice.

Teilweise hatten wir sehr schlechte Straßen und es hat bis ca. 14 Uhr geregnet. Wir waren 324 km unterwegs. Krk und Cres sind sehr grüne Inseln, Cres hat sehr viele Olivenbäume. War mir so gar nicht bewusst. Die Straßen sind zum Motorradfahren bestimmt schön, wenn es trocken ist. Wir sind sogar teilweise mit dem Vito gerutscht. Nur wenige Streckenabschnitte hatten schlechten Asphalt.

Am 22.09. haben wir den Standort gewechselt und sind von Krk an der Küste entlang und ein Stück durch die Berge in Richtung Zadar gefahren. Gegen 13 Uhr sind wir im Hotel in Posedoje angekommen. Wir haben ausgepackt und sind danach nach Zadar gefahren, was ca. 24 km entfernt war. Wir haben beim Hafen direkt an der Stadtmauer geparkt und sind durch ein Tor in die Altstadt gelaufen. Das Parken hat dort pro Stunde 6 Kunar gekostet. In der Altstadt sind wir durch viele kleine, schnuckelige Gassen gelaufen, haben das Forum angeschaut, die Meeresorgel und den Sonnengruß besucht und ein Es gegessen. Auf dem Volksplatz haben wir noch einen Kaffee getrunken und sind dann zurück gefahren. Am Hotelstrand haben wir noch eine Stunde die Sonne genossen. Heute hatten wir 14-21 Grad.

Am 23.09. lagen die Temperaturen bei 17-24 Grad. Den „gewonnenen“ Tag haben wir für einen Ausflug nach Split genutzt. Direkt nach dem Frühstück sind wir los (ca. 80 km) und haben uns zuerst die Altstadt angeschaut. Es war sehr voll und laut, trotz Nebensaison sehr viele Touristen. In Split gibt es viele schöne, enge Gassen, viele kleine Läden und alte Gemäuer. Aber Zadar hatte für mich etwas mehr Charme, meinem Freund gefiel Split besser. Wir sind an der Uferpromenade entlang gelaufen und haben vom Hügel Marjan die Aussicht auf die Stadt genossen. Auf der Rückfahrt sind wir noch durch Sv. Filip Jakov gefahren, ein kleiner Ort , an dem nicht so viel Trubel herrscht. Dann noch ein kurzer Abstecher nach Sukosan, wo ich 1999 mal war – aber ich habe nichts wieder erkannt. Im Hotel sind wir dann noch etwas in der Sonne gelegen, aber es war windiger und dadurch frischer als am Vortag. Aufgefallen ist uns auf der Fahrt, dass die Autobahn sehr leer war, auf den großen Parkplätzen standen grad mal 1-2 Autos.

Am 24.09. sind wir wie geplant in den Krka Nationalpark gefahren. Heute war es mit 18-24,5 Grad etwas wärmer. Wir sind durch den Eingang Lazovac und gingen von dort den Fußweg von 875 Meter zum eigentlichen Startpunkt. Man konnte auch mit einem Shuttlebus fahren, aber wir wollten lieber laufen. Dort unten beginnt dann der 1900 Meter lange Lehrpfad auf Holzbohlen. Am Ende landet man dann am Skradinski buk, der längste Wasserfall im Park. Dort waren sehr viele Touristen. Der Eintritt in den Park kostete 110 Kunar pro Person. Mit dem Auto sind wir dann ca. 30 km weiter zum Roski slap, ein kleiner Rundweg zu den Kaskaden. Wir haben die Eintrittskarte vorgezeigt und konnten dann direkt los.Hier waren schon deutlich weniger Touristen. Dann ging es nochmal gute 30 km weiter zum Manojlovacer Wasserfall, der höchste Wasserfall. Der war sehr schön, wir hatten sogar einen Regenbogen. Ausser uns waren nur 2 andere Touristen dort. Der Parkwächter wollte unsere Eintrittskarte gar nicht sehen. Insgesamt sind wir laut Uhr 9 km gelaufen. Danach ging es zurück zum Hotel, mit dem letzten Tropfen Sprit. Wir lagen eine Stunde am Strand und haben die Sonne genossen, bevor wir ca. 50 km nach Biograd gefahren sind. Essen waren wir im Konoba Barba, sehr lecker und das beste Essen, welches wir bis dahin in Kroatien hatten. Wir haben uns noch mit einem meiner Chefs und seiner Freundin getroffen und verbrachten einen schönen Abend in Biograd.

Am 25.09. standen wir etwas früher auf und fuhren ca. 110 km zu den Plitvicer Seen. Dort war es etwas kühler, wir hatten nur noch ca. 19 Grad. Der Park ist toll, sehr schön angelegt mit Holzstegen. Es gibt unzählige Wasserfälle, Wasserläufe und türkisfarbene Seen. Und leider auch viele laute, rücksichtslose Asiaten, wie schon im Mai in Kanada. Der Eintritt lag auch hier bei 110 Kunar pro Person. Generell waren hier trotz Nebensaison sehr viele Touristen. Unsere Unterkunft war das Hotel Bellevue, von dort sind wir zur ST2 gelaufen und mit einem kleinen Bus bis ST3 gefahren. Dort sind wir an den oberen Seen vorbei gelaufen bis zu P2 und mit dem Schiff zu P3 rüber. Von dort sind wir an den unteren Seen entlang gelaufen und haben einen Abstecher zum großen Wasserlauf Veliki Slap gemacht. Das war dann der Weg H. Aber statt mit dem Bus von ST1 zu ST2 sind wir dann auf dem Weg K zurück gelaufen.Wir haben immer wieder angehalten um zu fotografieren und bei ST1 haben wir eine kurze Pause gemacht. Weg H sollte 5-6 Stunden dauern – wir haben insgesamt keine 4 Stunden gebraucht…. Danach haben wir unser Zimmer bezogen (war morgens noch nicht fertig), geduscht und sind im Hotel gegenüber Essen gegangen.

Am 26.09. ging es an unserem letzten Tag in Kroatien nach Opatja, wo wir uns eine Nacht im tollen Designhotel Navis gegönnt haben. Ein wirklich toller Abschluß! Wir sind bereits um die Mittagszeit dort angekommen, bekamen einen Willkommens-Drink und bezogen dann unser Zimmer. Und dann ging es ab an den Pool. Abends haben wir noch gemütlich was gegessen.

Fazit

Motorradtechnisch fanden wir Kroatien nicht wirklich reizvoll. Es gibt viele Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 60 km/h. Wenn man seinen Führerschein behalten möchte, macht das nicht wirklich Spaß. Der Straßenzustand war teilweise sehr schlecht und rutschig (selbst mit dem Vito), es lag zum Teil viel Dreck auf der Straße.

Beim nächsten mal würden wir Krk nur als Tagestour machen und das Basislager auf dem Festland nehmen, damit man nicht immer die Brückenmaut bezahlen muss. Auch das Essen auf Krk konnte uns nicht wirklich überzeugen, es war oft ölig und nicht wirklich landestypisch. Halt auf Touristen abgestimmt.

Wir wollten 10 Tage in Kroatien bleiben, haben aber dann auf 9 Tage verkürzt. Es war ok, konnte uns beide aber nicht überzeugen. Es ist jetzt kein Land, welches wir nochmal bereisen möchten. Aber es war schön, es mal zu sehen und vor allem die zwei Nationalparks waren super schön! Dafür hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

Tolle Natur, aber der Funke ist bei uns nicht übergesprungen.

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2 Gedanken zu “Kroatien 2016

  1. Hallo Michaela,
    wie immer tolle Bilder!

    Die Plitwitzer Seen mit den vielen Wasserfällen sind immer wieder eine Reise/Wanderung wert. Wenn man die touristisch überlaufenen Hauptpfade verlässt ist man fast alleine unterwegs und kann wirklich magische Orte entdecken.

    Die Straßen in Kroatien haben einen hohen Steinanteil. Die Steine sind glatt poliert, so daß bei meiner letzten Tour selbst bei trockener Straße immer wieder das ABS (vorne!) angesprochen hat. Man sieht häufig Schleuderspuren in die Büsche, wo dann wohl der Autofahrer die Kurve zu schnell nehmen wollte. Gepaart mit der Geschwindigkeitsbeschränkung „60“ hält sich hier der Fahrspaß tatsächlich in Grenzen.

    Eine weitere Enttäuschung für mich war die Wasserqualität bei Cres. Hier findet wohl kein ausreichender Wasseraustausch zwischen den Inseln statt, so daß sich bei trübem und verschmutztem Wasser auch kein Badespaß einstellen wollte. Eigentlich untypisch für die kroatische Küste.

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